Stickbilder-Sammlung 2

Bild links: Helga und ihr Bruder (1926)

 

10 alle gackern

10. WARUM? und keine Antwort

Ich erfuhr, wieviele sexuelle Mißstände es gibt undwurde so auf die sozialen Defekte dieser Gesellschaft gestoßen. Eine zeitlang ging ich in einen Sozial-Psychiatrischen Arbeitskreis AK 70. Da erlebte ich Walter. Walter war 23 Jahre alt, er sah wie 35 aus. Er war in X Schulen,X Erziehungsheimen, er war im Knast, im Entziehungsheim und in der Psychiatrie. Walter sagte: "Das sieht man doch, ich bin ein einziges Fragezeichen!"
Da entstand eines meiner stärksten GEDICHTE

Stickbild-Titel: 10-Alle gackern, keiner brütet

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11 Hexe tanzt

11. Wichsen und wachsen (20.4.1975)

Duden: wichsen es bedeutet meist: blank putzen. Seit dem 18. Jahrhundert; prügeln, gewichst, aufgeweckt, flink. Wichse: Putzmittel Wichs: Putz, Staat Das waren die Anregungen für das GEDICHT Nr.11:

Stickbild-Titel: 11-Hexe tanzt!

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12 Das dritte Auge

Als ich meine Familie verließ, wusste ich,ich muß zuerst meine eigene Ökonomie gestalten. Ich arbeitete bei Herrschaften in Hamburg- Blankeneseals Wirtschafterin, eigentlich PUTZFRAU. Volker Pilgrim erzählte im Fernsehen als Beispiel "Emanzipation" von einer Frau Helga Goetze,die mit 52 Jahren ihre Familie verließ.Das hörten meine Chefs, sie verständigten sich mit ihrem Schwiegersohn, der meinte: "Es gab im vergangenen Jahr schon einmal so eine berühmte H.G." Ich wurde verlegen gefragt - daraufhin durfte ich dann mit ihnen zusammen die Mahlzeiten einnehmen.

Die Chefin bekam mit, dass ich dichtete.In ihrem Haus hatte sich ein Hamster im Dachboden eingefunden."Schreiben Sie doch 'mal darüber ein Gedicht." Abends hörte es eine Freundin und lachte: "Was du da wieder geschrieben hast!"Da merkte ich erst, wie zweideutig das Poem war.

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13 Die Hexe

13. Ich bin das vollgetankte Schiff (19.3.1975)

INA, die Pychologin sagte: "Er wird sich auftanken und dann wieder gehen." Ich hatte Bernd kennengelernt. Er blieb im Juni 1975, nach 4 Monaten Liebe, in der AAO.

Stickbild-Titel: 13-Die Hexe

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14 Picasso: Mutterschaft

14. Sandbänke haben keine Gefühle (13.8.1974)

In Hamburg hatte ich viele Telefonpartnerschaften. Der Eine war Herr Karstens. Er war Lehrer bei der Post. Zu mir sagte er:"Sie kriegen sie auch noch klein." Das Gedicht hatte keine Überschrift. Da tauchte das Wort RIFF auf.Ich sah im Duden nach: SAND BÄNKE -und so entstand der Stickbild-Titel:

Stickbild-Titel: 14-Mutterschaft

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15 Frieden

15. Der Nützling (24.1.1974)

I. T e i l Meine Erlebnisse a) mit meinem kleineren Bruderb) mit meinen eigenen Kindern.

II. T e i l Eine Bekannte erzähltemir das Erlebnis ihres Mannes : Er wurde in der Schule aufgerufen,hatte einen Steifenund wußte sich nicht zu verhalten.

III. T e i l Mein Rechtsanwalt erzähltemir die Geschichte seiner Jugend. Ich erlebte mal seine Mutter, die dauernd laut rief:" Liebe ist nehmen und geben -nehmen und geben!"

 

16 Picasso: Frau-Mann

16. Die Wichsmaschine (29.10.1973)

Nach meiner ersten Fernsehsendung 1973: Hausfrau sucht Kontakte... versuchte die Presse so viele Information wie möglich von mir zu bekommen. Ich hatte damals über Gewerbescheinein INSTITUT FÜR SEXUALINFORMATION.

Auf dem Schild stand meine Telefonnummer, die nun in allen Illustrierten auftauchte, und das Telefon ging 1 1/2 Jahre Tag und Nacht. So begann mein Unterricht im gesellschaftlichen Wissen um die Untergründe unseres Bestie-Seins.

Stickbild-Titel: 16- Frau und Mann

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17 Vier Frauen in der Natur

17. Zeit, mon amour (20.11.1972)

Ein Mann, den ich über eine Kontaktanzeige 1972 in Hamburg kennenlernte, erzählte mir,daß er zuerst mit einer Französin Liebe gemacht hätte.Die hätte ihm gesagt: ZEIT, MON AMOUR, DAS LIEBEN BRAUCHT ZEIT...daraus wurde folgendes GEDICHT:

Stickbild-Titel: 17-Vier Frauen in der Natur

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18 Picasso: Zwei Frauen i.d.Natur

 

19.Picasso- Mutter und Kind